Wir Sind Das Salz Von Florenz

Wir Sind Das Salz Von Florenz Neue Kurzmeinungen

"Wir sind das Salz von Florenz", sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz gehen und die Huldigung des Volkes entgegennehmen. Tilman Röhrig: Wir sind das Salz von Florenz (Buchbesprechung mit ausführlicher Inhaltsangabe und Rezension auf nsfwcorp.co). Wir sind das Salz von Florenz: Historischer Roman | Röhrig, Tilman | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf​. Wir sind das Salz von Florenz (Lübbe Belletristik) | Röhrig, Tilman | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch. "Wir sind das Salz von Florenz", sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz gehen.

Wir Sind Das Salz Von Florenz

"Wir sind das Salz von Florenz", sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz. Im Mittelpunkt der farbigen Handlung stehen Lorenco und Giuliano di Medici, die Herren von Florenz, deren letzte Gegner gerade hingerichtet. "Wir sind das Salz von Florenz", sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz gehen und die Huldigung des Volkes entgegennehmen. Wir Sind Das Salz Von Florenz

Wir Sind Das Salz Von Florenz Rezensionen und Bewertungen

Sein hartes, schnelles Durchgreifen gegen die Rebellion fand einhellige Anerkennung. Erschienen: Januar continue reading Bewertung schreiben Zur Liste hinzufügen. Manche Begebenheiten sind heftig, aber gerade das macht das Buch aus. Voerder Jugendbuchpreis für sein Lebenswerk. Autoren-Bewertungen 2 Bewertungen. Ein echt gutes Buch. Ein Mann wird zum Schafott geführt.

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Die Renaissance - Zeitenreise - Doku 2018

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Rauschende Feste, begnadete Künstler, Lust und Leben. Wo hatte ich in den letzten Tagen auch hingeschaut? Ich persönlich kam gut mit ihr zurecht und auch wenn ich manche Entscheidungen so vielleicht nicht getroffen hätte, konnte ich sie doch immer nachvollziehen. Jahrhunderts, in welchem Röhrigs Figuren - sowohl die fiktiven als auch die "echten" interagieren. Epochen 1. Der geborene Tilman Röhrig, sowohl als Jugendbuchautor wie auch im historischen Genre höchst erfolgreich zu Hause, legt ein seitenstarkes und buchstäblich dralles Sittengemälde aus der Zeit der Renaissance vor. Was hast du gesagt? Published October 31st by Lübbe first published September 1st Tilman Röhrig, geborenlebt in der Nähe von Köln. Da fällt mir ein, wo ist überhaupt deine neue Errungenschaft, das Nacktmodell? Https://nsfwcorp.co/online-casino-ca/elustren.php froh, dass dich die Natur recht ansehnlich ausgestattet hat und überdies dein Online Skat Ohne sogar in der Lage ist, dir neben der Mitgift noch etwas Geld und Aussteuer mitzugeben. Sein Lied war zu Ende. Die Strickfaser riss. Jetzt begann der zweite Teil des Schauspiels, und wehe dem, der wagte ihn zu verhindern!

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So hatte ich den Eindruck, dass z. SK Susanne K. Ja, ich sehe sie vor mir. HeikeG vor 13 Jahren. Epochen 1. Seine Anhänger unter der Bevölkerung mehren sich und aus dem opulenten, bunten Florenz wird eine Stadt, in der die Bürger aus Gottesfurcht die Köpfe gesenkt halten. Solche Romane gibt es leider nur selten, die ein so breites Spektrum auf intelligente und leserfreundliche Weise abdecken. "Wir sind das Salz von Florenz", sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz. 'Wir sind das Salz von Florenz', sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz. Wir sind das Salz von Florenz, sagt Lorenzo de Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz gehen. 'Wir sind das Salz von Florenz', sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den. Im Mittelpunkt der farbigen Handlung stehen Lorenco und Giuliano di Medici, die Herren von Florenz, deren letzte Gegner gerade hingerichtet. Sein Handzeichen galt den Spielleuten. Vielen Dank dafür! Ich persönlich kam gut mit ihr zurecht und auch wenn ich manche Entscheidungen so vielleicht nicht getroffen hätte, konnte ich sie doch immer nachvollziehen. Filtern: 5 Sterne Da ging ein Raunen durch die Menge, das Schauspiel nahm einen guten Verlauf. Bestellen bei:. Gegen ihr nüchternes pragmatisches Weltbild stellt sich Savonarola, der mit allen Mitteln fanatisch als Prophet gegen Lorenco den Prächtigen ankämpft und dessen Ziel es ist, in Florenz das Königreich Christie zu errichten. Source ihn see more Falls diese Frage später im Roman noch geklärt wird, bitte ich um Nachsicht, ich habe bisher nur 2 Kapitel gelesen. Auch sind die verschiedenen Erzählperspektiven unterhaltsam und immer wieder spannend und auch gruselig. Handlungsort Handlungsorte.

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Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen. Ihr sollt ihn haben! Nachdem ich meine erste Skepsis überwunden hatte, konnte ich stundenlang lesen ohne dass visit web page langweilig wurde. Geraldine Brooks: Das Pesttuch Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler und Engagements an mehreren deutschen Bühnen arbeitet er seit über drei Jahrzehnten als freier Schriftsteller. Click here Buchtitel Autoren. Leider kann es schnell wieder anders sein. Sie lachte Kliniken Spielsucht und zog den Schleier tiefer in die Stirn. Sonstiges Erster Satz. Bislang kannte ich nur die See more, die ja auch in dem Roman vorkommen. Ohne Vorwarnung ritten je zwei der Wachen gegen sie an. Bindung: E-Book. Bastei Lübbe. Ein sehr spannender historischer Roman, der einen guten Einblick in die Zeit der Renaissance gibt, in die Modernität dieser Zeit, die durch kirchliche Fanatiker zunichte gemacht https://nsfwcorp.co/online-mobile-casino/beste-spielothek-in-seifriedsberg-finden.php.

Als die Domglocke schlug, das Morgengeläut von San Croce, von Santa Maria Novella und das anderer nah und weiter entfernter Kirchen herüberklang, sammelten sich mehr und mehr Menschen vor den Reitersperren.

Einige Hausfrauen trugen mit Tüchern bedeckte Picknickkörbe unter dem Arm. Eine Hinrichtung nahmen die Florentiner ebenso dankbar als Gabe der Mächtigen an, wie ein Turnier oder andere Belustigungen.

Nur einen von ihnen hatte der Hohe Rat herbringen lassen, er sollte vor den Augen des Volkes hingerichtet werden: den heimlichen Unruhestiftern zur Abschreckung, den Rechtschaffenen zur Erbauung.

Nach seinem Namen fragten die Bürger nicht. Warum auch? Lorenzo, der neue Herr des mächtigen Bankhauses Medici, hatte bereits wenige Monate nach dem Tod des Vaters bewiesen, dass er sich tatkräftig um das Wohl von Stadt und Republik kümmerte.

Dies allein zählte; und die Hinrichtung heute sollte ein Zeichen sein, wie eng Lorenzo mit der Signoria, dem Kollegium der höchsten Staatsmänner von Florenz, verbunden war.

Die Wachen lenkten ihre Pferde zur Seite, und einzeln durften die Bürger passieren und sich im Halbrund um den Galgen die besten Plätze sichern, nur Frauen, Männer und Familien mit ihren sittsam gekleideten Söhnen und Töchtern.

Die zerlumpten Halbwüchsigen wurden zurückgehalten. Schnarren und schrilles Pfeifen teilte die Horden vor den Sperren.

Ohne Vorwarnung ritten je zwei der Wachen gegen sie an. Da wie dort trafen Hufe die Anführer. Ins Schnarren und Pfeifen mischte sich das Geheul der Verletzten.

Wartet, bis unsere Herren ihre Plätze eingenommen haben! Gebt Ruhe! Selbst mit roher Gewalt war den herumstreunenden Jungen der Stadt kaum beizukommen, meist Söhne der Lohndiener und Arbeiter in den Tuchfabriken.

Die Brigata war ihr wahres Zuhause. Sie kannten jeden Winkel der Stadt, jedes Hurenhaus, jede verschwiegene Taverne der Spieler; sie wussten wo in der Dämmerung die ehrbaren Handwerker, Vornehme und Mönche der Stadt schlenderten, um sich einen Knaben zu kaufen.

Möglichst jung musste das gesuchte Wild sein, eifrig die Zunge und weich das Fleisch. So unterwies ein Sechzehnjähriger auch den neunjährigen Bruder und dessen Freund, wurde ihr Beschützer und bot sie der lüsternen Kundschaft neben dem eigenen Körper als zusätzliche Köstlichkeit an.

Im Schatten eines Torbogens oder hinter einem Treppenaufgang war die Lust nach Knaben für die Herren schnell und billig zu befriedigen.

Den Lohn teilten die Kleinen dann mit ihrem Beschützer. Oft genug aber mussten alle drei den Verdienst daheim abliefern, damit genügend Brot und Fisch für die Familie auf den Tisch kam.

Die Menschentrauben an den Reitersperren waren spärlicher geworden. Jetzt wogte ein unruhiges buntes Meer auf der Piazza, schwappte bis ans Podest der Richststätte.

Streng hatte der Hauptmann für freies Sichtfeld zwischen Säulenhalle und Galgen geachtet. Ihr Erscheinen dämpfte das ausgelassene Geschwätz auf dem Platz.

Um so deutlicher war der Lärm zu hören, den Schnarrer und Pfeifer verursachten. Ein Signal der Wachen drüben von der Nordseite!

Sofort straffte der Hauptmann nahe der Säulenloggia den Rücken. Sein Handzeichen galt den Spielleuten.

Gelb und fleckig spannte sich die Haut über hohen Wangenknochen; von der aufgestülpten, platten Nasenspitze wuchs ein klobiger Rücken bis zwischen die weit auseinander stehenden braunen Augen.

Unter der Samtkappe quoll schwarzes Haar vor, sogfältig in der Mitte gescheitelt, und zwei gekämmte Strähnenvorhänge fielen bis zum Stirnwulst über den Brauen.

Schön war Lorenzo nicht. Selbst das Lächeln half ihm heute wenig den Anblick zu mildern, denn sein Bruder Giuliano schritt hinter ihm, farbenfroh gekleidet; trotz der übernächtigten blassen Miene strahlte der Siebzehnjährige jungenhaften Charme und Eleganz aus.

Er zog die schwärmerischen Blicke der Damen und Mädchen auf sich und nahm sie mit, auch den Gelehrten und Künstlern wurde keine Beachtung geschenkt.

Kaum hatte Giuliano sie entdeckt, schmunzelte er kurz und blickte wieder geradeaus. Über die Schulter bat der junge Medici.

Sie gehört zu dir, wenn Lorenzo fragt. Gehorche einfach. Sobald die Gruppe aus der Menschenmenge herausgetreten war, salutierte der Hauptmann und geleitete sie weiter bis zur Säulenhalle.

Eine steile Falte wuchs von der Nasenwurzel in die Stirn, doch er sagte nichts, erst als die Herren in den Schatten getreten waren und sich anschickten zwischen den hohen Säulen ihre Plätze zu suchen, tippte Lorenzo dem Maler auf die Schulter.

Als wir losgingen habe ich sie nicht gesehen. Botticelli blies die Lippen. Neben ihm lachte Luigi leise. Trotz aller Verbote der Sittenwächter, will er sie nackt darstellen.

Eine dringende Auftragsarbeit. Die letzte Nacht steht dir noch im Gesicht. Wie kommst du dazu, diese Hure mitzubringen?

Sie ist die Gemahlin von Ich will den Namen der Familie nicht wissen. Warum hast du sie hierher eingeladen? Es soll eine Probe sein.

Falls du verstehst? Und davon muss sie mich überzeugen. Bei mir ist es reine Wissbegierde. Wieso wirst du vor Scham nicht rot?

Auch soll sie ihr Gesicht nicht zeigen. Einen Skandal ist das Letzte, was wir uns an diesem Tag leisten können. Gleichzeitig wurden die Sperren aufgehoben, und flankiert von den Reitern stürmten die Banden auf den Platz.

Nach einem Trommelwirbel traten nun die neun Mitglieder des Hohen Rates aus dem Palast und blieben nach wenigen Schritten auf der Veranda stehen.

Wieder wirbelten die Trommelstöcke. Der Beichtvater schritt voran. Am Strick zerrten zwei Blutsknechte den Verschwörer hinaus; er schrie und fluchte, drohte mit der Faust zu den Vornehmen in der Säulenloggia.

Du, Ausbeuter! Den Schluss bildeten zwei Richter. Als wäre nichts geschehen verschränkte der Henker wieder die Arme. Seine Knechte rissen den Mann wieder hoch.

Er schwieg jetzt und taumelte willenlos zur Galgenstätte. Die vorgeschriebene Frage- und Antwortzeremonie war rasch beendet.

Während der Prietser noch letzten kirchlichen Trost dem Weinenden spendete, blickte sich Giuliano in der Säulenloggia nach seiner Gespielin um.

Fioretta trat einen Schritt vor, der Busen drückte sich gegen seinen Rücken. Leicht fasste sie die rechte Hand des Medici und führte die Finger durch den Schlitz des Umhangs und weiter durch eine Falte ihres Kleides.

Kaum berührte Giuliano das gekräuselte Haar, flackerte ein Leuchten in seinen Augen, doch er zwang es sofort nieder, die Miene wurde starr und ernst, so wie es der Augenblick vom Bruder des mächtigsten Herrn der Stadt verlangte.

Der Henker erklomm einige Sprossen. Doch sein Kunde weigerte sich, ihm auf der anderen Leiter zu folgen. Geübt schlang der Scharfrichter das Seilende ums Handgelenk und zog, während die Knechte mit kleinen Messerstichen in den After des Verurteilten nachhalfen.

Schreiend und heulend kletterte er jetzt hinauf. Als er die halbe Höhe erklommen hatte, verdrehten die Gaffer in der vordersten Reihe den Kopf.

Jeder wollte möglichst früh einen Blick unter das Hemd werfen. Gleich setzte eine Frau genüsslich hinzu.

Da ging ein Raunen durch die Menge, das Schauspiel nahm einen guten Verlauf. In der Säulenloggia sah Lorenzo mit den Vornehmen zu, keine Miene regte sich.

Ein Ruck fing den Fall auf. Das Johlen der Menge nahm zu, während sich der Darm entleerte und das Geschlechtsteil sich im Todeskrampf versteifte.

Giuliano vernahm hinter sich unterdrücktes Keuchen, spürte das Beben und fühlte wie warmer Saft seine Fingerkuppen nässten.

Aber, vielleicht ersparst du mir in Zukunft solche Peinlichkeit. Vielleicht erhältst du von meinem Bruder schon bald einen neuen Auftrag.

In unserm Palast gibt es noch viele Wände, die nur auf Gemälde von der Hand eines Meisters warten, wie du es bist. Ja, ich sehe sie vor mir.

Sie steht auf einem brennenden Schild. Sogar mit wenigen Worten, zauberst du ein Bild in mir. Der offizielle Teil des Hinrichtungs-Schauspiels war beendet.

Gelassen näherte sich Lorenzo nur wenige Schritte dem Palast. Dann blieb er stehen. Diese Geste war Befehl.

Die Ratsherren auf der Terrasse vor dem Portal rafften ihre Roben und eilten über die Freitreppe zu ihm. Den Moment nutzte der junge Medici.

Geschickt hatte er es eingerichtet, hinter Botticelli als Letzter mit seiner Gespielin noch im Schatten der Säulen zu bleiben. Möglichst unauffällig.

Warte heute Abend auf mich. Den Zeitpunkt wird dir der Diener ausrichten. Sie lachte dunkel und zog den Schleier tiefer in die Stirn. Alle Augen blickten erwartungsvoll zum Galgen.

Noch stand der Scharfrichter oben auf der Leiter, noch hing unter ihm reglos der Verurteilte. Schnarren und Pfeifen!

Zu spät, nur der Form halber brüllte der Hauptmann seine Befehle, und den Stadtreitern war es unmöglich die Horden aufzuhalten, sie wollten es auch nicht.

Was nun folgte, war kein Zwischenfall, der später von ihrem Vorgesetzten geahndet würde. Jetzt begann der zweite Teil des Schauspiels, und wehe dem, der wagte ihn zu verhindern!

Noch im Lauf öffneten die Kerle ihre Leinenbeutel, als sie das gezimmerte Podest erreichten, hatten sie Steine in den Fäusten.

Schneid ihn ab? Gib ihn her! Die Meute löste den Kreis auf, und scharte sich an einer der Ecken des Balkenpodests zusammen.

Der erste Stein, er traf den Bauch des Gehenkten. Jetzt rissen alle Halbwüchsigen die Arme zurück, und ein Kieselhagel gegen den Galgen setzte ein.

Fluchtartig brachten sich die Gaffer auf der gegenüberliegenden Seite in Sicherheit, gaben Raum, um nicht von herunterschlagenden Geschossen getroffen zu werden.

Nun richteten sie ihre Geschosse auch auf den Scharfrichter. Getroffen an Rücken und Beinen fügte er sich der Gewalt. Ihr sollt ihn haben!

Sofort brach das Schreien und Toben unter ihm ab. Auch der Pöbel hielt den Atem an. In der Stille glaubte jeder das Schaben der Klinge zuhören.

Der Henker wusste seinen Part gut zu spielen. So langsam wie möglich zertrennte er den Strang direkt unter dem Galgenarm.

Hastig nutzte er das gespannte Warten, glitt an den Leiterholmen hinunter, und ohne Halt zog er mit seinen Knechten in Richtung Stadtgefängnis davon.

Wann riss der Strick? Die Ungewissheit wurde zur Lust. Wie hungrige Hunde hechelten Schnarrer und Pfeifer nach oben. Zum Vergnügen der Umstehenden bliesen die Kleineren von ihnen vereint hinauf, allein der Erfolg blieb aus.

Da sprang einer der Anführer aufs Podest, schwang seinen noch halb gefüllten Steinbeutel und schleuderte ihn hoch. Er traf den Unterleib.

Die Strickfaser riss. Der Gehängte stürzte hinunter. Ein Aufschrei ging durch die Zuschauer. In sinnloser Wut fielen die Halbwüchsigen über ihr Opfer her, zerschlugen das Gesicht, brachen die Knochen und trampelten auf dem Körper herum; als der erste Rausch sich legte, packten zwei Anführer das Strickende und schleiften den Zerschundenen hinter sich her über den Platz zur Via Calimala, johelnd umringten sie die Brigatas.

Ohne Notiz vom Geschehen drüben auf der Platzmitte zu nehmen, hatte Lorenzo noch einmal den Dank der Signoria in gekonnter Bescheidenheit über sich ergehen lassen.

Sein hartes, schnelles Durchgreifen gegen die Rebellion fand einhellige Anerkennung. Damit war im Frühjahr des Jahres die erste Probe seiner Verbundenheit mit den gewählten Regierenden bestanden.

In nächster Zukunft würde er unverzüglich mit jedweder militärischen Unterstützung rechnen können, wenn es galt gegen Feinde von Stadt und Land anzugehen, und nicht zuletzt auch, wenn Neider und Verschwörer seine Familie oder das Bankimperium bedrohten.

Dies wollte er mit dem heutigen Tag erreichen, und es war gelungen. Lorenzo wartete bis sie die Freitreppe erstiegen, dann erst löste sich seine Miene.

Mit der Fingerkuppe rieb er leicht über die platte Spitze seiner Nase. Wir sollten uns am Abend mit den Brüdern des Zirkels treffen, in meinem Studio zusammen speisen und uns bei gutem Wein mit dem Denken der antiken Philosophen beschäftigen.

Auch Gäste sind mir heute willkommen. Ich fürchte Ausreden Sag ihnen, es sei mein Wunsch. Luigi wird dich unterstützen.

Ich freue mich. Du bist als Gast entschuldigt. Ich möchte deine Fantasie nicht durch klare, nüchterne Gedanken lähmen. Da fällt mir ein, wo ist überhaupt deine neue Errungenschaft, das Nacktmodell?

Wie dumm von mir. Kaum hatten sie in einem weiten Bogen wieder die Via dei Cerchi erreicht, legte er seinem Bruder den Arm um die Schulter.

Ein wenig Bildung würde deine Anziehungskraft noch heben. Der Frühling ist da. Und heute Abend unterwerfe ich mich einer neuen Lehrstunde.

Also entschuldige mich bei deinen Grüblern. Du liebst das Vergnügen, und es sei dir von Herzen gegönnt. Ich hingegen empfinde mehr Lust an der Verantwortung.

So rein und unschuldig solltest zumindest du selbst dich nicht sehen. Gerade frisch verheiratet, und doch hängt dein Rock nicht nur in einem Schlafgemach Eins aber ist gewiss, zwischen uns wird es keinen Zank um Macht und Geschäfte geben, und dafür liebe ich dich.

Längst gab es keine Hügel mehr, und bald schon verlor sich der Blick unter der sommerlichen Dunsthaube der Poebene in Feldern, Wiesen und ausgedehnten Wäldern bis er endlich die Mauern und Türme der wohlhabenden Stadt Ferrara am Flussufer erreicht hatte.

Aus Vorsicht hatte sie die Beine verschränkt und schabte mit dem linken Stoffschuh die rechte Wade. Ihr waren die täglichen Unterweisungen langweilig, den Vorratskeller aber hasste sie.

Mehr aber noch fürchtete sie die Mäuse; wenn nun eins dieser lautlosen Biester ihr plötzlich ans Knie sprang und die Schenkel hinaufgekrabbelt kam?

Auch genügend Honig, und Töpfe mit Früchtemus soll vorhanden sein. Männer lieben Das sagst du mir jede Woche. Seit Monaten schon.

Ich bin doch nicht blöde, verdammt! Keine Gassensprache mehr. Die unbeschwerte Zeit mit deinen Brüdern ist endgültig für dich vorbei.

Wenn du einmal verheiratet bist, wird er dir nur Schwierigkeiten bereiten. Trotz der Schmach habe ich dich angenommen und liebe dich wie mein eigenes Kind.

Dennoch ist es schwierig hier in Ferrara für dich eine lohnende Partie finden. Aber Geduld. Lists with This Book. This book is not yet featured on Listopia.

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Den Lohn teilten die Kleinen dann mit ihrem Beschützer. Oft genug aber mussten alle drei den Verdienst daheim abliefern, damit genügend Brot und Fisch für die Familie auf den Tisch kam.

Die Menschentrauben an den Reitersperren waren spärlicher geworden. Jetzt wogte ein unruhiges buntes Meer auf der Piazza, schwappte bis ans Podest der Richststätte.

Streng hatte der Hauptmann für freies Sichtfeld zwischen Säulenhalle und Galgen geachtet. Ihr Erscheinen dämpfte das ausgelassene Geschwätz auf dem Platz.

Um so deutlicher war der Lärm zu hören, den Schnarrer und Pfeifer verursachten. Ein Signal der Wachen drüben von der Nordseite!

Sofort straffte der Hauptmann nahe der Säulenloggia den Rücken. Sein Handzeichen galt den Spielleuten. Gelb und fleckig spannte sich die Haut über hohen Wangenknochen; von der aufgestülpten, platten Nasenspitze wuchs ein klobiger Rücken bis zwischen die weit auseinander stehenden braunen Augen.

Unter der Samtkappe quoll schwarzes Haar vor, sogfältig in der Mitte gescheitelt, und zwei gekämmte Strähnenvorhänge fielen bis zum Stirnwulst über den Brauen.

Schön war Lorenzo nicht. Selbst das Lächeln half ihm heute wenig den Anblick zu mildern, denn sein Bruder Giuliano schritt hinter ihm, farbenfroh gekleidet; trotz der übernächtigten blassen Miene strahlte der Siebzehnjährige jungenhaften Charme und Eleganz aus.

Er zog die schwärmerischen Blicke der Damen und Mädchen auf sich und nahm sie mit, auch den Gelehrten und Künstlern wurde keine Beachtung geschenkt.

Kaum hatte Giuliano sie entdeckt, schmunzelte er kurz und blickte wieder geradeaus. Über die Schulter bat der junge Medici.

Sie gehört zu dir, wenn Lorenzo fragt. Gehorche einfach. Sobald die Gruppe aus der Menschenmenge herausgetreten war, salutierte der Hauptmann und geleitete sie weiter bis zur Säulenhalle.

Eine steile Falte wuchs von der Nasenwurzel in die Stirn, doch er sagte nichts, erst als die Herren in den Schatten getreten waren und sich anschickten zwischen den hohen Säulen ihre Plätze zu suchen, tippte Lorenzo dem Maler auf die Schulter.

Als wir losgingen habe ich sie nicht gesehen. Botticelli blies die Lippen. Neben ihm lachte Luigi leise. Trotz aller Verbote der Sittenwächter, will er sie nackt darstellen.

Eine dringende Auftragsarbeit. Die letzte Nacht steht dir noch im Gesicht. Wie kommst du dazu, diese Hure mitzubringen?

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Wieder wirbelten die Trommelstöcke. Der Beichtvater schritt voran. Am Strick zerrten zwei Blutsknechte den Verschwörer hinaus; er schrie und fluchte, drohte mit der Faust zu den Vornehmen in der Säulenloggia.

Du, Ausbeuter! Den Schluss bildeten zwei Richter. Als wäre nichts geschehen verschränkte der Henker wieder die Arme. Seine Knechte rissen den Mann wieder hoch.

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Während der Prietser noch letzten kirchlichen Trost dem Weinenden spendete, blickte sich Giuliano in der Säulenloggia nach seiner Gespielin um.

Fioretta trat einen Schritt vor, der Busen drückte sich gegen seinen Rücken. Leicht fasste sie die rechte Hand des Medici und führte die Finger durch den Schlitz des Umhangs und weiter durch eine Falte ihres Kleides.

Kaum berührte Giuliano das gekräuselte Haar, flackerte ein Leuchten in seinen Augen, doch er zwang es sofort nieder, die Miene wurde starr und ernst, so wie es der Augenblick vom Bruder des mächtigsten Herrn der Stadt verlangte.

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Schreiend und heulend kletterte er jetzt hinauf. Als er die halbe Höhe erklommen hatte, verdrehten die Gaffer in der vordersten Reihe den Kopf.

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In der Säulenloggia sah Lorenzo mit den Vornehmen zu, keine Miene regte sich. Ein Ruck fing den Fall auf.

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Ja, ich sehe sie vor mir. Sie steht auf einem brennenden Schild. Sogar mit wenigen Worten, zauberst du ein Bild in mir.

Der offizielle Teil des Hinrichtungs-Schauspiels war beendet. Gelassen näherte sich Lorenzo nur wenige Schritte dem Palast.

Dann blieb er stehen. Diese Geste war Befehl. Die Ratsherren auf der Terrasse vor dem Portal rafften ihre Roben und eilten über die Freitreppe zu ihm.

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Schnarren und Pfeifen! Zu spät, nur der Form halber brüllte der Hauptmann seine Befehle, und den Stadtreitern war es unmöglich die Horden aufzuhalten, sie wollten es auch nicht.

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Jetzt rissen alle Halbwüchsigen die Arme zurück, und ein Kieselhagel gegen den Galgen setzte ein. Fluchtartig brachten sich die Gaffer auf der gegenüberliegenden Seite in Sicherheit, gaben Raum, um nicht von herunterschlagenden Geschossen getroffen zu werden.

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Der Henker wusste seinen Part gut zu spielen. So langsam wie möglich zertrennte er den Strang direkt unter dem Galgenarm.

Hastig nutzte er das gespannte Warten, glitt an den Leiterholmen hinunter, und ohne Halt zog er mit seinen Knechten in Richtung Stadtgefängnis davon.

Wann riss der Strick? Die Ungewissheit wurde zur Lust. Wie hungrige Hunde hechelten Schnarrer und Pfeifer nach oben.

Zum Vergnügen der Umstehenden bliesen die Kleineren von ihnen vereint hinauf, allein der Erfolg blieb aus. Da sprang einer der Anführer aufs Podest, schwang seinen noch halb gefüllten Steinbeutel und schleuderte ihn hoch.

Er traf den Unterleib. Die Strickfaser riss. Der Gehängte stürzte hinunter. Ein Aufschrei ging durch die Zuschauer.

In sinnloser Wut fielen die Halbwüchsigen über ihr Opfer her, zerschlugen das Gesicht, brachen die Knochen und trampelten auf dem Körper herum; als der erste Rausch sich legte, packten zwei Anführer das Strickende und schleiften den Zerschundenen hinter sich her über den Platz zur Via Calimala, johelnd umringten sie die Brigatas.

Ohne Notiz vom Geschehen drüben auf der Platzmitte zu nehmen, hatte Lorenzo noch einmal den Dank der Signoria in gekonnter Bescheidenheit über sich ergehen lassen.

Sein hartes, schnelles Durchgreifen gegen die Rebellion fand einhellige Anerkennung. Damit war im Frühjahr des Jahres die erste Probe seiner Verbundenheit mit den gewählten Regierenden bestanden.

In nächster Zukunft würde er unverzüglich mit jedweder militärischen Unterstützung rechnen können, wenn es galt gegen Feinde von Stadt und Land anzugehen, und nicht zuletzt auch, wenn Neider und Verschwörer seine Familie oder das Bankimperium bedrohten.

Dies wollte er mit dem heutigen Tag erreichen, und es war gelungen. Lorenzo wartete bis sie die Freitreppe erstiegen, dann erst löste sich seine Miene.

Mit der Fingerkuppe rieb er leicht über die platte Spitze seiner Nase. Wir sollten uns am Abend mit den Brüdern des Zirkels treffen, in meinem Studio zusammen speisen und uns bei gutem Wein mit dem Denken der antiken Philosophen beschäftigen.

Auch Gäste sind mir heute willkommen. Ich fürchte Ausreden Sag ihnen, es sei mein Wunsch. Luigi wird dich unterstützen. Ich freue mich.

Du bist als Gast entschuldigt. Ich möchte deine Fantasie nicht durch klare, nüchterne Gedanken lähmen. Da fällt mir ein, wo ist überhaupt deine neue Errungenschaft, das Nacktmodell?

Wie dumm von mir. Kaum hatten sie in einem weiten Bogen wieder die Via dei Cerchi erreicht, legte er seinem Bruder den Arm um die Schulter.

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Längst gab es keine Hügel mehr, und bald schon verlor sich der Blick unter der sommerlichen Dunsthaube der Poebene in Feldern, Wiesen und ausgedehnten Wäldern bis er endlich die Mauern und Türme der wohlhabenden Stadt Ferrara am Flussufer erreicht hatte.

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Mehr aber noch fürchtete sie die Mäuse; wenn nun eins dieser lautlosen Biester ihr plötzlich ans Knie sprang und die Schenkel hinaufgekrabbelt kam?

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Wenn du einmal verheiratet bist, wird er dir nur Schwierigkeiten bereiten. Trotz der Schmach habe ich dich angenommen und liebe dich wie mein eigenes Kind.

Dennoch ist es schwierig hier in Ferrara für dich eine lohnende Partie finden. Aber Geduld. Wir haben Pläne für dich.

Gute Pläne. Eins darf ich dir schon verraten. Ein Briefe nach Florenz ist unterwegs. Tante Alessandra? Weil ich mich gefreut habe.

Es tut mir Leid. Für heute brechen wir den Unterricht in der Haushaltsführung ab. Geh voraus. Dort wartest du.

Sobald die Tanzlehrerin eintrifft, wirst du gerufen. Vorher will ich dich nicht mehr im Hause antreffen. Mit einem Knall warf sie die Kammertür hinter sich zu.

Laodomia riss das gewickelte Tuch vom Kopf, löste ihr hochgebundenes Haar und schüttelte es, bis die schwarzen Locken ihr weich um Hals und Schultern fielen.

Endlich, jubelte ihr Herz, weg aus der Enge und hinein ins schöne Leben! Seit ihr der Busen wuchs, die Hüften sich leicht rundeten und monatlich für einige Tage eine lästige Tuchbinde vonnöten war, hatte sich der Alltag zum Schlechten verändert.

Wie jede heiratsfähige Tochter einer vornehmen Familie durfte Laodomia das Haus nicht mehr verlassen, höchstens noch mit den Eltern zum Kirchgang oder wenn der Besuch bei Verwandten auf dem Lande angesagt war, und dies auch nur eingehüllt in viel Stoff und mit einem Schleier vor dem Gesicht.

Wie ein kostbares Gut wurden die jungen Frauen vor neugierigen Blicken der Brautschauer versteckt. Diese Heimlichkeit half den Wert einer Tochter zu steigern.

Du bist ein Mädchen. Gleich nach deiner Geburt musste der Vater sparen, um eine Mitgift für dich zurückzulegen, und das zu einer Zeit, in der die Geschäfte noch schlechter gingen, als heute.

Auch deine Aufzucht und die Ausbildung kosteten. Get A Copy. Taschenbuch , pages. Published October 31st by Lübbe first published September 1st More Details Original Title.

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